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DBØEZ 77 Hz
Erding

Nähere Infos

Letzte Änderung:
18. Oktober 2017

geizhals

 

2004:
Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen, Pokal für CM 2003, CW-Fieldday Hinterberg 2004,
SSB-Fieldday Hinterberg 2004, DL7MAT SK, DXpedition OD5,

Neuwahlen Februar 2004: Die neue “alte” Vorstandschaft, v.l.n.r.:
 Stellvertr. OVV DL4YAO, QSL-Manager DK4MO, Wahlleiter DL1MAJ, Kassier DK6CQ und  der OVV DJ5CL

Ein eingespieltes Team:
OVV DJ5CL und Wahlleiter DL1MAJ

In der gut besuchten Jahreshauptversammlung am 13. Februar 2004 waren neben den Jahresberichten des OVV und des Kassiers als Hauptpunkt die Neuwahlen angesetzt.
In routinierter Weise gelang es dem Wahlleiter, DL1MAJ, in neuer Rekordzeit die Wahl durchzuführen. Nicht ganz überraschend wurde die bisherige Vorstandschaft einstimmig wieder gewählt.

“150 Jahre OV Erding”
Für ununterbrochene Mitgliedschaft von 25 Jahren im DARC wurden bei der Jahreshauptversammlung folgende sechs Mitglieder geehrt (v.l.n.r.):
DL7MAE Helmut Schlaffer, DL5MBN Helmut Bachmair, DL1MAJ Alex Noll, DJ1MV Fritz Penzenstadler, DL2MBV Simon Heinzl und DJ0BK Max Wissinger

Bei der Distriktsversammlung am 27.03.2004 in Maisach wurden die Pokale für die Clubmeisterschaft vergeben. Unser OVV erhielt für den zweiten Platz im Distrikt 2003 den Pokal überreicht:
v.l.n.r.: Hans Gall (DK3YD) C12, Ingo Raibold (DJ5CL) C25, Ole Dreessen (DH8MHY) C06.

CW-Fieldday, 5./6. Juni 2004 / Hinterberg bei Dorfen:

der OVV stärkt sich

... kurz vor dem Regen

das Aggregat läuft schon

die Ruhe vor dem Sturm...

das Shack im OV-Wohnwagen

letztes Testen von Hard- und Software

und jeder bereitet sich individuell
auf kommende Dinge vor

SSB-Fieldday Hinterberg 4./5. September 2004:

Fotos: DJ8EW

Nach kurzer und heftiger Krankheit verstarb am  26. Oktober 2004 unser allseits geschätztes OV-Mitglied Albert Schlaffer, DL7MAT. Wir  durften Albert nicht nur als Funkfreund kennenlernen, sondern vor allem als  stets hilfsbereiten und großzügigen Kamerad. In Dankbarkeit erinnern wir uns an  all die Fielddays, Antennenbauprojekte und Veranstaltungen, die ohne Alberts  Hilfe nur die Hälfte wert gewesen wären. Sein handwerkliches Geschick hat uns  immer wieder aus der Patsche geholfen, sein Fleiß begeistert und sein Humor bis  zuletzt manche trüben Gedanken vertrieben. Unvergessen wird auch seine  vorbildliche Gastfreundschaft bleiben.
Lieber Albert, ich hoffe, Du kannst  unsere Dankbarkeit mit auf den langen Weg nehmen, den Du jetzt vor Dir  hast.
73, 55 von all Deinen Freunden

gez. Alex, DL1MAJ

DXpedition in den Libanon
Vom 21. bis 28. November 2004 unternahmen einige OMs, darunter mehrere Mitglieder vom OV Erding eine DXpedition in den Libanon. Mit einer beeindruckenden Zahl von fast 8500 QSOs weltweit kehrten die Teilnehmer zurück. Dazu der Bericht von einem der Teilnehmer, Christoph, DL4YAO:

Wo sollte es dies Jahr hingehen, nachdem wir (DJ5CL, DL2DVE, DL4RDJ, DL4YAO) letztes Jahr in 9H3 QRV waren? Eines Abends im Clubraum, nach ein paar Bierchen und langem Starren auf die Weltkarte, kam die rettende Idee: Libanon sollte es sein.
Wir wussten zwar noch nicht genau wie, aber dies ließe sich sicher klären. Vertiefende Gespräche mit meinem Kollegen Nabil in diversen Mittagspausen beseitigten letzte Zweifel. Zumindest lässt sich der Libanon auf konventionelle Art erreichen, man ist nicht auf U-Boote, Fallschirme o.ä. angewiesen.
Auf der HAM RADIO suchten wir den Stand des Deutsch-Arabischen Freundschaftskreises (DAFK) auf und machten dort die Bekanntschaft von Elia OD5VV/DL1SEB und Bärbel DB1MB. Wir wurden sehr freundlich empfangen und uns wurde jede mögliche Unterstützung zugesagt. Viele Wochen und Emails später stand die endgültige Mannschaft fest:
Gerd/DJ5IW, Jörg/DF7TH, Andy/DL2DVE, Jörg/DL4RDJ, Ingo/DJ5CL und  Christoph/DL4YAO.
Es sollte wieder eine Low-Power Aktivität werden. Wir hatten jeder ca. 20-30 Kg Gepäck...
Die Reise war sehr gut durch den DAFK vorbereitet. Wir konnten das QTH von OD5VV benutzen, dort war ein TH4 vorhanden, Dipole/GPs für die unteren Bänder konnten auf dem Dach aufgebaut werden. Der Rotor war defekt, außerdem war das Koaxkabel mehrfach um den Mast gewickelt. Also wurde das Koax ersetzt und der Beam durch ein Kunststoffseil fixiert. Dadurch konnte der Beam dann auch gedreht werden. Da das QTH im obersten Stockwerk lag, stellte dies kein Problem dar. Durchaus ein Problem war die unzuverlässige Stromversorgung, das Wetter war z.T. sehr stürmisch mit den entsprechenden Folgen für die Leitungen. Jedoch wurde rechtzeitig vor dem Contest ein "Agreement" mit einem im Hause wohnenden Ladenbesitzer getroffen, so dass wir im Contest nur einen sehr kurzen Ausfall hatten. Vor dem Contest waren wir in CW/SSB/RTTW QRV, im Hotel war eine Strippe vom Balkon runter zum Strand aufgehängt mit der Gerd auf 80 sogar einige USA-QSOs loggen konnte. Teilweise war das Wetter so schlecht, dass wir stundenlang in der Hotellobby gesessen und Kaffee getrunken haben...
Sightseeing ist leider wörtlich ins Wasser gefallen, wir hätten nicht gedacht, dass es soweit im Süden noch hageln kann! Im Contest waren die Bedingungen von bestens bis "naja, es geht so". Am Samstag hatten wir teilweise recht starkes QRN. Bei S 9++ "Krchrrrrkkkzzz" muss man gelegentlich das Call wiederholen lassen, auch wenn's manche nicht fassen konnten!
Nachdem das WX am Sonntag besser wurde und wir auch eine "Macke" im Antennensystem beseitigt hatten, waren die Raten am Sonntag besser, auf 10 und 15m ging es wie eine "galoppierende Wildsau", 20m war meist eher mäßig. Auf 40m war die Nachfrage sehr hoch, fast so hoch wie das QRM, auf 80m machte sich doch bemerkbar, dass man mit 100 Watt und Dipol in EU kein Monster-Signal hinstellen kann. Trotzdem gelangen am Sonntag früh doch eine Menge schöner QSOs auf 80m, man merkt gleich, wenn man gespottet wird, hi! Nordamerika war schwierig auf 80m, das beste DX in diese Richtung war NY4A. Selbst die Big Guns von dort, die mit Sicherheit gute RX-Antennen benutzen, mussten meist mehrfach angerufen werden. Wie schon in 9H3 fällt auf, dass es enorm viele aktive Contester in SP, OK, UA, und DL gibt. Wenn fast keiner mehr anrief, ein OK/SP meldete sich immer!
Manche OMs kennen auch den Trick, wie man mit einem leisen Signal durchaus Punkte machen kann:
200 Hz neben der QRG mit langsamen Tempo anrufen, das fällt auf! Am besten mit Handtaste ...
Dieses Signal hört man eher als die Meute, die exakt auf Zerobeat mit 150 BpM sendet. So sind es allein im Contest rund 5000 QSOs geworden. Eine dicke PA hätte sicher geholfen, besonders auf 80m wären es bestimmt ein paar hundert QSOs mehr geworden.
Aber:
- Eine Netzspannung, die bis auf 190 Volt runtergeht.
- Noch mal 30 kg mehr Gewicht.
- Mögliche Beeinflussungen der Sender sprechen dagegen.
Auf dem Flughafen gab es weder bei der Ein- noch der Ausreise Probleme. Das Land selber ist sehr sicher, man kann durchaus abends um 22 Uhr allein rausgehen ohne "angequatscht" zu werden. Ein paar Brocken französisch sind sehr nützlich, da nicht jedermann englisch versteht. Die Libanesen sind sehr freundlich und hilfsbereit, ohne aufdringlich zu werden. Vom Essen verraten wir nichts, sonst gibt's nächstes Jahr 10 OD5-Expeditionen...!
Besondern bedanken möchten wir uns bei Elia/OD5VV. Nicht nur, dass wir sein Shack komplett umgeräumt haben, ihn mit allen möglichen Fragen ("Wo kann man denn hier Kabelschuhe kaufen, kannst du für nachts ein Taxi besorgen" usw...) gelöchert haben, er hat uns auch während des Contests mit Kaffee und Obst versorgt und uns die lokale Gastronomie inkl. Wasserpfeifen näher gebracht. Vielen Dank Elia!

Christoph, DL4YAO

Fotos, weitere Infos, Log usw ... unter http://www.raibold.de/od5/